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In diesem Kapitel erfahren Sie

  • Ein einfach zu merkendes Modell über Menschen und Veränderungen.
  • Was sie machen müssen, damit Veränderungen gelingen.

Wie Veränderung gelingt (1/2)

In diesem Kapitel geht es um ein Modell, das erklärt, wie Veränderung gelingen kann. Dieses Modell stammt aus dem Buch „Switch. Veränderungen wagen und dadurch gewinnen.“ von Chip und Dan Heath [Hea11].

Ein Modell zu Veränderungen

Chip und Dan Heath verwenden in ihrem Buch ein Modell von Jonathan Haidt, einem Psychologen und Professor für Ethical Leadership an der Psychologie der New York University. Haidt beschreibt in seinem Buch „The Happyness Hypothesis“ (Deutsch: „Die Glückshypothese“) den Menschen als Modell mit einem Elefanten und seinem Reiter [Hea11 S.15]: Der Elefant steht für die emotionale Seite, der Reiter für die rationale Seite. Der Reiter scheint den Elefanten zu führen, doch er ist kleiner und schwächer als dieser. Daher gewinnt jedes mal der Elefant, wenn sich beide uneins sind: Wir scheitern, weil der Reiter es nicht schafft, den Elefanten auf dem Weg zu halten und an das Ziel zu führen [Hea11 S.16].

Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.

Die Schwäche des Elefanten steht für unsere emotionale, instinktive Seite: Er ist faul und übermütig – und zieht kurzfristigen Lohn (eine Süßigkeit) einem langfristigen Gewinn (schlank sein) vor [Hea11 S.15].

Veränderungen erfordern kurzfristige Opfer für langfristige Gewinne, und so wird sich der Elefant immer gegen den Reiter durchsetzen. Das Bedürfnis des Elefanten nach sofortiger Befriedigung steht im Gegensatz zur Stärke des Reiters, langfristig zu denken und zu planen [Hea11 S.16].

Nun steht de Elefant nicht nur für unsere Schwächen, eine Belohnung sofort und nicht später zu erhalten, er hat auch Stärken: Unsere Emotionen – Liebe, Mitgefühl, Verständnis und Loyalität [Hea11 S.16]. Noch wichtiger aber ist, dass er es ist, der Veränderungen durchsetzt. Um ein Ziel zu erreichen, braucht es die Energie, die Kraft und den Elan des Elefanten. Denn der Reiter hat eine große Schwäche: Er neigt dazu, zu viel zu analysieren und nachzudenken – er tritt auf der Stelle und legt nicht los [Hea11 S.16].

Wir brauchen also Beide: den Reiter und den Elefanten: Den Reiter für die Planung und die Richtung, den Elefanten für die Umsetzung. Entsprechend müssen wir zur Motivation von Menschen sowohl Reiter als auch Elefant ansprechen.

Artikel im Projekt Magazin "Culture Hacking – Knacken Sie die Unternehmenskultur!"
Buch Kapitel 8: Wie Motivation gelingt (2/2)

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