Cargo-Kult

Cargo-Kult meint das Nachahmen von Verhalten, ohne den dahinter liegenden Sinn zu verstehen.

Als Beispiel wird das Verhalten der Ureinwohner der Samoa-Inseln nach dem Zweiten Weltkrieg genannt, als die amerikanische Armee, die die Inseln besetzt hatte, abgezogen war. Die Armee-Angehörigen wurde als Götter angesehen, da diese aus der Luft kamen und aus der Luft versorgt wurden. Durch symbolische Handlungen, wie Leucht- und Signalfeuer an angelegten Landeplätzen, Aufbau von Sendeanlagen und sogar Flugzeugattrappen aus Bambus, sollten die Götter wieder angezogen und die Versorgung mit westlichen Gütern sichergestellt werden.

In der agilen Welt wird dieses Beispiel immer wieder dazu herangezogen, um die Gefahr aufzuzeigen, die entsteht, wenn Methoden mechanisch angewandt werden, ohne den dahinter stehenden Sinn zu berücksichtigen. Oft werden Methoden abgewandelt, um sie bequemer anwenden zu können und die notwendigen Veränderungen in Interaktion und Kommunikation der Organisation geringer zu halten. Gleichzeitig wird der Erfolg der Methode verhindert, wenn das zugrunde liegende Prinzip verletzt und seine Wirksamkeit nicht mehr erreicht wird. Man kann und muss Methoden anpassen, in dem man den Sinn, die Absicht und die Funktion der Methode versteht und beibehält, und auf das Ergebnis schaut. Wenn das Ergebnis keinen Mehrwert darstellt, dann funktioniert die Methode nicht (mehr).

Selbstorganisation
Business Agility

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.