(Dieser Beitrag ist aus meinem neuen Buch leider herausgefallen.)

Echte Agilität ist offensichtlich sehr schwer zu erreichen: Ich keine keine Organisation, die wirklich agil ist.2

Da ich hoffte, mit dieser Feststellung falsch zu liegen, startete ich im August 2019 eine Umfrage auf Twitter:

Kurze Frage in die Runde: Welche Beispiele für nachhaltig funktionierende agile Unternehmen könnt ihr mir nennen? Die schon einige Zeit agil sind ohne Berater/Coaches. Suche Beispiele für mein nächstes Buch. Dankeschön!

Auf die Nachfrage

Woran machst du denn fest, ob ein Unternehmen “agil“ ist?

spezifizierte ich mein Verständnis von „agil“:

Jeden Sprint Wert liefern, auch im ersten. Messen. Besser werden. Direkter Dialog mit dem Kunden. Nur Wert für den Kunden schaffen. Kunden mit innovativen Lösungen begeistern. Produktivität > 400% zu vorher. Keine externen Berater/Coaches/Trainer dauerhaft im Haus.

Interessanterweise kam da: Nichts. Gut, Niels Pfläging wies auf die Liste in seinem Buch „Komplexitoden“ [Pfl15] hin, allerdings sind das wieder „die üblichen Verdächtigen“ und: Alle der dort gelisteten Organisationen waren schon vor dem agilen Hype so, sind also nicht durch eine agile Transformation oder agile Transition gegangen …

Damit müssen wir festhalten: Es gibt keine Organisationen, von denen bekannt ist, dass sie den o.g. Kriterien entsprechen. Und diese Kriterien sind eigentlich erst der Anfang …

Ja, echte Agilität ist schwer zu erreichen. Dazu muss man diese richtig machen [Sch17]. Und es muss noch einiges andere passieren, mehr dazu in diesem Buch.


1Diese Umfrage ging an 569 relevante Follower.

2Und ich habe kaum ein Team erlebt, das wirklich hochleistungsfähig war.

Pfl15: Pfläging, Niels; Hermann, Silke: Komplexitoden. Clevere Wege zur (Wieder)Belebung von Unternehmen und Arbeit in Komplexität. Redline, München, 2015.

Sch17: Scheller, Torsten: Auf dem Weg zur agilen Organisation. Wie Sie Ihr Unternehmen dynamischer, flexibler und leistungsfähiger gestalten. Vahlen, München, 2017.