Letztes Wochenende war hier in München wieder ein Wevent des intrinsify!me-Netzwerkes – spannende Diskussionen mit interessanten Menschen.

Herausheben möchte ich zwei Sessions mit Lars Vollmer. Dabei ging es zum einen, WAS wir in Zukunft arbeiten werden, wenn die Automatisierung weiter fortschreitet, z.B. auch im Bereich der Kopfarbeit.

Zum anderen um seinen Blogbeitrag “New Work – Doch nur eine Schnapsidee?”. Hier beschreibt Lars, dass das WAS wir arbeiten das WIE wir arbeiten bestimmt (“Form follows Function” – meine Formulierung) und daher New Work nicht immer notwendig ist. Sein Beispiel ist das Fließband in der Automobilproduktion, wo Selbstorganisation vielleicht nicht so sinnvoll ist (Volvo versuchte das ja mit der Nest-Fertigung und ist damit gescheitert). Mein Beispiel wäre die Müllabfuhr, da ist es vielleicht auch nicht sinnvoll, das komplett in Selbstorganisation ablaufen zu lassen …

Lars argumentierte, dass dort, wo wir New Work erfolgreich sehen, vielleicht das Geschäftsmodell dies hergibt bzw. erfordert. Dass das WIE die Arbeit organisiert ist, zum Geschäftsmodell passen muss: Form follows Function. Und dass eine einseitige Veränderung der Arbeitsorganisation scheitern muss. Ich hatte das bisher nicht so formuliert, sehe das aber genau so. Wir treffen vielleicht diese klare Unterscheidung nicht, da wir überwiegend über kreative Kopfarbeit(er) diskutieren und dort New Work eher als Taylorismus anzutreffen ist und eher funktioniert (Bsp. Google).

Letztendlich geht es darum, dass Unternehmen permanent ihre Überlebensfähigkeit erhalten müssen. Und es kann Ausdruck dieser Überlebensfähigkeit sein, New Work zu machen, um attraktiv für Mitarbeiter, Kunden etc. zu sein. (BTW: diese Überlebensfähigkeit drückt sich in einer hohen Anpassungsfähigkeit aus, diese kann z.B. mit Lean Change Management erreicht werden.)

Das ist ja auch das, was wir momentan sehen: Google & Co. schießen klassische/traditionelle Geschäftsmodelle ab (z.B. Verlagswesen, Automobilbau) und die angegriffenen Platzhirsche versuchen dagegen zuhalten, in dem sie google-artiger werden. Spannende Zeiten …

Blogbeitrag von Lars “New Work – Doch nur eine Schnapsidee?

 

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