In der Wochenzeitung DIE ZEIT Ausgabe 10/2014 vom 27.2.2014 ist im Wirtschaftsteil auf S. 30 ein interessanter Artikel über die Generation Y. Auch wenn dem Artikel der Hinweis folgt “Kerstin Bunds Beitrag ist die Essenz ihres Buches »Glück schlägt Geld« und damit den Hauch eines Vermarktungsartikels tragen könnte, so gibt er doch interessante Innenansichten aus dieser Generation.

Die Generation Y umfasst die zwischen 1980 und 1995 Geborenen und stellt damit die Nachfolger der Generation X dar. Das Y ist nicht nur der dem X folgende Buchstabe, sondern wird im Englischen wie “why” (warum) ausgesprochen. Dadurch wird dieser Generation der Stempel aufgedrückt, dass sie alles hinterfragen bzw. “in Frage stellen” würden. Oder man bezeichnet sie gleich als “Freizeitoptimierer” oder “Generation Weichei” … wobei dies vielleicht mehr über die Bezeichnenden als die Bezeichneten aussagt…

Worum geht es bei dem Thema “Generation Y“?

Zunächst ist es die am besten ausgebildete Generation, die wir je hatten. Und sie werden gebraucht. Bis 2030 fehlen der deutschen Wirtschaft 5 Millionen Arbeitskräfte. D.h. die nun folgenden Generationen haben nicht nur erstklassige Job-Chancen, sondern werden regelrecht umworben und können so erfolgreich ihre Forderungen durchsetzen.

Diese Generation kennt kein Offline: sie sind nicht nur mit dem Internet aufgewachsen, sondern auch mit den sozialen Netzwerken. Für sie gibt es daher keine scharfe Abgrenzung zwischen den verschiedenen Bereichen ihres Lebens. Alles findet immer gleichzeitig statt. So wie die MTV-Generation das Fernsehverhalten (ständige Bildschnitte nach kurzen Bildsequenzen) und das Leseverhalten (kürzere Artikel) geändert hat, verändern die Yer die Gesellschaft auf ihre Weise.

Sinn zählt für uns mehr als Geld. Glück schlägt Geld.” Der Wertewandel drückt sich klar aus: In einer Gesellschaft, in der alles im Überfluss vorhanden ist, wird das “existentielle Vakuum” (V. Frankl) sichtbar. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen: Die erste Generation, die SINN fordert! Damit sind wir wieder bei Viktor Frankl

Diese Generation hat gelernt: “An unseren Eltern haben wir gesehen, was herauskommt, wenn der Beruf das Privatleben dominiert: abwendende Väter, hohe Scheidungsraten, ein Herzinfarkt mit 50. Das hat uns abgeschreckt.” Und wahrscheinlich hat sie an den älteren Geschwistern der Generation X gesehen, dass man mit Überanpassung und Leistungsfixierung im Job zwar gut funktioniert, dies aber vor den Kehrseiten wie Entlassungen, Burn-out etc. nicht schützt.

Das eigentliche Thema ist, dass die aktuell im Management vertretenen älteren Generationen feststellen, dass ihre “Motivationsmethoden” (wie Carrot and stick) nicht mehr funktionieren. Und da nichts Neues an erprobten Managementvorgehen verfügbar ist, wird dann verzweifelt mehr desselben gemacht (siehe auch Beitrag “Mehr desselben: Work Hard – Play Hard“), wo etwas anderes notwendig wäre. Dieses Andere ist aus meiner Sicht Führung, die die Mitarbeiter als Erwachsene behandelt (“Treat people as adults“), Verantwortung delegiert und auf Selbstorganisation setzt. Für mich wird dies mit Führung durch Auftrag und Sinn erreicht.

Frank Widmayer hat in seinem Blog einen interessanten Artikel zur Generation Y, mal sehen, was er im zweiten Teil “Empfehlungen zur Führung der Generation Y” dazu schreibt.

 

Der komplette Artikel aus der ZEIT ist hier zu finden.

... aus Betroffenen Beteiligte machen
VersionOne-Umfrage (11): "Lessons Learned"

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