(Dieser Beitrag ist aus meinem neuen Buch leider herausgefallen.)

Wasch‘ mich, aber mach‘ mich nicht nass …“

Zunächst müssen wir schauen, was die Auftraggeber überhaupt zulassen, welche Rahmenbedingungen sie geben. Folgende Anforderungen an eine agile Transformation sind mir begegnet, vermutlich gelten diese auch für Transformationen allgemein:

  1. Es darf nichts kosten: Eine Transformation muss nebenbei mit gemacht werden, es darf kein zusätzlicher Aufwand entstehen.
  2. Die Transformation darf keine echte Veränderung bringen: Im Prinzip ist hier ja alles perfekt und wir bräuchten das gar nicht, weil wir ja keine Probleme haben. Nur der Chef will das halt …
  3. Es darf nichts passieren, was potentiell gefährlich für meine Karriere ist: Die Angst, dass die bisherigen Anstrengungen umsonst waren, Angst vor dem Verlust des Lebensziels.
  4. Es darf kein Leistungseinbruch beim Wandel erfolgen: Wir stehen hier so unter Druck, dass wir keine Zeit haben, die Methoden und die Zusammenarbeit zu verbessern.
  5. Garantie muss gegeben sein, dass hinterher alles so ist wie vorher nur besser/Es muss garantiert erfolgreich sein: Jegliches potentielles Risiko muss ausgeschlossen sein, dafür müssen alle Chancen realisiert werden.
  6. Wir haben hier echten Änderungsbedarf, nur bitte ändern Sie nichts: Alles muss sich ändern indem sich nichts ändert.
  7. Ich muss damit Karriere machen können: Falls sich doch etwas zum positiven ändert, muss ich als Manager die Ursache sein.

So wie die einen Arbeit spielen, spielen die anderen Veränderung …

Da ist noch sehr viel altes – tayloristisches – Denken dabei. Ich hoffe und wünsche, dass diese Organisationen noch die Zeit haben, sich zu besinnen.