(Dieser Beitrag ist aus meinem neuen Buch leider herausgefallen.)

In jedem Sprint dem Kunden Wertvolles liefern

There is far too much “California Agile” in Silicon Valley, where developers do whatever they want and so you get “whenever” delivery.

– Jeff Sutherland, Mit-Erfinder von Scrum

In jedem – also auch dem allerersten (!!!) – Sprint – muss dem Kunden etwas für ihn Wertvolles geliefert werden. Dies schreibt das Agile Manifest [AM01] in einem der 12 agilen Prinzipien:

Liefere funktionierende Software regelmäßig innerhalb weniger Wochen oder Monate und bevorzuge dabei die kürzere Zeitspanne.

Nun ist dies zwar etwas weich formuliert, doch müssen wir dies aus der Perspektive des Jahres 2001 sehen, als 6-Wochen-Sprints der Standard waren. Heute mit aktuell 2 Wochen-Sprints ist der Zeitraum deutlich kürzer.

Die Idee hinter schnellem und kontinuierlichem Liefern ist, anhand dessen, was man dem Kunden liefert, zu überprüfen, ob man das richtige Ding tut! Nur der Kunde kann uns sagen, was das richtige Ding ist, das er haben will und wofür er bereit ist, zu bezahlen.

Verantwortlich dafür, dass das Team etwas Wertvolles liefert, ist der Product Owner. Leider wird dessen Funktion in fast allen Organisationen entweder komplett nicht verstanden oder völlig unterschätzt. Der Product Owner ist der Manager des Produktes – niemals des Teams, agile Teams haben keine Manager! Er ist dafür verantwortlich, dass die richtigen Dinge getan werden! Und er muss dem Team vertrauen, dass es diese dann auch richtig tut.